
Waldumbau und Rohstoffversorgung gemeinsam denken
Bayerische Säge- und Holzindustrie richtet Blick auf die Zukunft
München, 28. September 2026 – Wie lassen sich klimaresiliente Wälder, der Umgang mit Kalamitäten und eine verlässliche Rohstoffversorgung miteinander verbinden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Dialogtags der bayerischen Säge- und Holzindustrie in München. Rund 60 Vertreter aus Waldbesitz, Politik, Staatsforsten und Holzindustrie diskutierten über die Herausforderungen des Klimawandels und die politischen Rahmenbedingungen für eine starke regionale Wertschöpfung. Zudem wählten die bayerischen Mitglieder des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e. V. (DeSH) ihren Regionalbeirat für die kommenden zwei Jahre neu.
Klimawandel und Kalamitätsmanagement
Klimawandel, Waldumbau und zunehmende Kalamitäten stellen Wald und Holzindustrie vor große Herausforderungen. Für die Branche ist deshalb entscheidend, dass Waldentwicklung und Rohstoffversorgung gemeinsam gedacht werden. Klimaresiliente Wälder brauchen eine aktive Bewirtschaftung – und die Säge- und Holzindustrie verlässliche Rahmenbedingungen, um anfallendes Holz flexibel aufnehmen und verarbeiten zu können.
Beim Dialogtag wurde deutlich: Gerade bei zunehmenden Extremwetterereignissen braucht es abgestimmte Strategien und funktionierende regionale Wertschöpfungsketten. Die Politik muss deshalb Rahmenbedingungen schaffen, die aktiven Waldumbau ermöglichen, den Umgang mit Kalamitätsholz erleichtern und zugleich die langfristige Versorgung der heimischen Betriebe sichern.
Auch personell stellt sich die Branche auf die kommenden Herausforderungen ein. Mit der Neuwahl des Regionalbeirats setzt die bayerische Säge- und Holzindustrie deshalb auf Kontinuität und zugleich auf einen stärkeren Generationenwechsel in der Verbandsarbeit.
Generationenwechsel im Regionalbeirat
Die bisherigen Beiratsmitglieder wurden ohne Gegenstimme im Amt bestätigt. Gleichzeitig soll die kommende Amtszeit genutzt werden, um verstärkt jüngere Unternehmerinnen und Unternehmer für die ehrenamtliche Verbandsarbeit zu gewinnen.
Mit Sprecher Marinus Obermaier, Inhaber des Sägewerks Martin Obermaier, steht bereits seit 2024 ein Vertreter der jungen Unternehmergeneration an der Spitze des Regionalbeirats. Der 29-Jährige gehört dem Gremium seit 2019 an.
„Unsere Branche verändert sich. Das gilt für die Unternehmen und ihre Rahmenbedingungen ebenso wie für die Verbandsarbeit. Wir wollen die Erfahrung der langjährigen Beiratsmitglieder bewahren und zugleich die nächste Generation frühzeitig dafür gewinnen, Verantwortung zu übernehmen und ihre Perspektiven einzubringen“, erklärt Obermaier.
Dem Regionalbeirat Bayern gehören für die kommenden zwei Jahre an:
- Oberbayern: Marinus Obermaier, Peter Hörr
- Niederbayern: Robert Gattermann
- Schwaben: Georg Seltmann, Leonhard Scherer
- Oberpfalz: Karl Ehrl
- Mittelfranken: Walter Dietrich
- Oberfranken: Klaus Müller-Gei
- Unterfranken: Markus Schonath, Burkhard Müller
Aus dem Regionalbeirat ausgeschieden sind Hans-Benno Suttner und Konrad Hahn. Hahn wurde für seine mehr als 25-jährige Mitarbeit im Gremium besonders gewürdigt.
Mit dem neu gewählten Regionalbeirat setzt der DeSH auf Kontinuität und will zugleich verstärkt die nächste Generation für die Interessenvertretung der bayerischen Säge- und Holzindustrie gewinnen.
Die Pressemitteilung können Sie als PDF-Dokument hier herunterladen und nachlesen.
