
Laubholz plus: Bundesminister Alois Rainer besucht Pollmeier in Aschaffenburg
Laubholz ist mehr als ein Werkstoff – es ist ein Hebel für Klimaschutz, Wertschöpfung und Innovation. Umso wichtiger war der Besuch von Bundesminister Alois Rainer (Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat) am Freitag, 13. Februar 2026, bei unserem Mitglied Pollmeier Massivholz in Aschaffenburg. Gemeinsam mit den Gastgebern Patrik Rodlberger und Tobias Söllner erhielt die Delegation einen Einblick in die industrielle Laubholzverarbeitung und in die Potenziale, die insbesondere die Buche für moderne Anwendungen bietet.
Laubholz als Motor der Bioökonomie – wenn Rahmenbedingungen stimmen
Pollmeier betreibt in Aschaffenburg ein hochmodernes Buchen-Sägewerk (Standort im Mainhafen, in Betrieb seit Januar 2007) – und damit einen industriellen Baustein, der zeigt, wie heimisches Laubholz effizient genutzt und in Wertschöpfung überführt werden kann. Gerade Regionen mit starken Laubholzbeständen – wie der Spessart – können davon profitieren, wenn die Versorgung mit Rundholz planbar bleibt.
Holzwirtschaft zwischen Wunsch und Wirklichkeit
So groß die Chancen sind, so klar sind auch die Zielkonflikte, die die Branche seit Jahren begleiten: Auf der einen Seite stehen Erwartungen an Holz als klimafreundlichen Baustoff und als Rohstoff für die Bioökonomie. Auf der anderen Seite führen Regelungen und Förderkulissen in der Praxis zunehmend zu Nutzungseinschränkungen – teils mit direkter Wirkung auf die Rohstoffbasis, teils durch zusätzliche Unsicherheit in der Planung.
Hinzu kommt: Klimapolitische Zielsetzungen setzen zwingend auf Senken und Speicher – und damit auch auf langlebige Holzprodukte. Die Holznutzung ist somit nicht Gegenpol, sondern Teil der Lösung.
Unser Appell: Waldbewirtschaftung ermöglichen, Hemmnisse abbauen, Holz priorisieren
Für DeSH und die Mitgliedsunternehmen ist klar: Ohne verlässlichen Rohstofffluss aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern geraten Wertschöpfung, Transformation und regionale Arbeitsplätze unter Druck. Was es jetzt braucht:
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Politische Verlässlichkeit bei der Rohstoffbereitstellung aus heimischen Wäldern
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Überprüfung und Nachsteuerung bestehender Regelungen, die Holznutzung faktisch einschränken oder unverhältnismäßig verkomplizieren
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Vorfahrt für Holz – im Bauen, in der Bioökonomie, in öffentlichen Beschaffungs- und Förderprogrammen
Danke für den Austausch
Wir danken Bundesminister Alois Rainer und allen Teilnehmenden für den Besuch in Aschaffenburg, die offenen Worte und den spürbaren Willen zum Schulterschluss. Gerade in Zeiten multipler Krisen ist der direkte Dialog zwischen Politik und industrieller Praxis entscheidend, damit Laubholz sein Potenzial als Zukunftsrohstoff tatsächlich entfalten kann.
